Montag, 29. September 2014

Probenäher gesucht | Mug Rug *Fietsi Fuchs*

Es ist jetzt ungefähr ein Jahr her, als Emma erstmalig zum Stoffabbau einlud und die Aufgabe stellte, ein Tischset zu nähen. Wozu brauche ich Tischsets, habe ich mich gefragt und beschlossen, stattdessen lieber einen Mug Rug zu nähen. So einen kleinen Tassenteppich für meinen heißen Tee konnte ich auf meinem Schreibtisch gut gebrauchen. Vielleicht lag es am Herbst, ganz bestimmt aber daran, dass in der Kreativwelt auf einmal überall Füchse auftauchten - Ich wollte unbedingt einen Mug Rug mit Fuchsmotiv haben. Also zeichnete ich einen kleinen Fuchs auf Papier, tüftelte, experimentierte, applizierte und heraus kam dieser Mug Rug, das du auf dem Foto siehst.

Was dann folgte, hat mich wirklich umgehauen! Ich fand auch, dass es ein sehr hübscher Mug Rug geworden war, aber dass ich ein solch überwältigendes Feedback bekommen würde, hätte ich nie im Leben gedacht. Bis heute hält sich der fuchsige Mug Rug auf Platz 3 der beliebtesten Posts meines Blogs. Mehr als 4000 Mal wurde die Fuchs-Vorlage bereits heruntergeladen, und immer wieder werde ich gefragt, ob ich nicht eine Nähanleitung dazu schreiben könnte.

JA, kann ich! Und hab' ich gemacht! Das E-Book Mug Rug *Fietsi Fuchs* wird Mitte Oktober in meinem DaWanda-Shop erhältlich sein. Aber vorher muss es von kreativen Probenäherinnen natürlich auf Herz und Nieren getestet werden.  


Mein Probenäher-Team ist fast komplett, aber 2-3 Leute, die meine wunderbare Truppe noch ergänzen können, würde ich gerne mit ins Boot holen. Der Zeitaufwand für den Mug Rug ist überschaubar und der Materialbedarf gering. Der Mug Rug passt auf ein Din A4 Blatt. So groß sind also die Materialien, die du zu Hause haben solltest. Außer Stoff benötigst du Volumenvlies zum Aufbügeln (z. B. H 640 oder H 630), Vliesofix zum Applizieren und eventuell ein Stückchen aufbügelbare Einlage (z. B. S 320) zur Verstärkung des weißen Stoffs. Eine Baumwollkordel, ein Stoffstreifen für die Paspel, und das war's! 

Du brauchst nur eine normale Nähmaschine! Das Fuchsmotiv wird nicht gestickt, sondern appliziert, das heißt aus Stoff ausgeschnitten, aufgebügelt und mit der Nähmaschine festgenäht!

Wenn du Zeit und Lust hast, den Mug Rug probezunähen, würde ich mich über eine Bewerbung von dir sehr freuen. Hinterlasse mir bitte bis Dienstagabend 30.09.14 einen Kommentar mit einem Link zu deinem Blog oder deiner Facebook-Fanpage! Vorausgesetzt...

  Du hast vom 1. bis zum 12. Oktober 2014 Zeit.
  Du kannst mir ein ehrliches, konstruktives Feedback zur Nähanleitung geben.
  Du bist in der Lage, 2-3 schöne Fotos zu machen und mir bis zum 12.10.14 zu schicken.
  Du bist einverstanden, dass ich deine Fotos mit deinem Namen veröffentlichen darf.
  Du hast einen Blog / eine Facebook-Fanpage, wo du über dein Werk berichten kannst.

Am Mittwoch 01.10.14 werde ich die Probenäher dann auswählen und die Anleitung inklusive Schnittmuster als Ebook verschicken. Nun bin ich gespannt, ob es Interessenten gibt...

Donnerstag, 25. September 2014

Spaziergang über den Stoffmarkt in Frankfurt

Nachdem ich euch vor kurzem 10 Tipps für einen erfolgreichen Besuch auf dem Stoffmarkt an die Hand gegeben habe und anhand eines Blicks in meine Einkaufstasche gezeigt habe, dass man auch beim Kauf von Designerstoffen schöne Schnäppchen machen kann, möchte ich euch heute auf einen fotografischen Spaziergang über den Frankfurter Stoffmarkt mitnehmen. Stoffmärkte können von der Größe und der Qualität her sehr unterschiedlich sein; ich zeige euch mal, wie sich der Stoffmarkt Holland in Frankfurt am Main präsentiert. Die Fotos entstanden hauptsächlich im September 2014, geknipst mit meiner Handykamera. Ein paar wenige Bilder stammen von meinem ersten Stoffmarkt-Besuch im Juni 2013.








An mehr als 100 Ständen wird auf dem Frankfurter Stoffmarkt angeboten, was das Herz begehrt: Patchworkstoffe, Jersey, laminierte Baumwolle, Jeans, Leinen, Fleece, Cord, Chiffon, Webbänder, Nähgarn, Reißverschlüsse, Knöpfe, Schablonen, Bügelbilder und vieles, vieles mehr. Gar nicht so leicht, sich als Neuling in diesem unübersichtlichen Dschungel zurechtzufinden und bei all den schönen Verlockungen einen kühlen Kopf zu bewahren. Deshalb habe ich 10 Tipps zusammengetragen, die dir dabei helfen, das Beste aus deinem Stoffmarkt-Besuch herauszuholen.

http://greenfietsen.blogspot.de/2014/09/10-tipps-fur-einen-erfolgreichen.html

Dienstag, 23. September 2014

En garde, Flora Fox ! Genähtes mit Fuchs

Was nützen Stoffe, die im Schrank liegen und nur bewundert und gestreichelt werden? - Nichts, viel zu schade drum! Vor einiger Zeit kam ein für mich ganz besonderer Stoffschatz zwischen die Schere: Flora Fox von Luzia Pimpinella. Ich liebe diesen kleinen Fuchs, der mich mit seinem gezwirbelten Bart irgendwie an den gestiefelten Kater erinnert. Ich kann ihn mir direkt in einem dieser alten Mantel-und-Degen-Filme vorstellen. "En Garde, D'Artagnan, ähm, Flora Fox!" 


Drei kleine Geschenke sind entstanden, die den Fuchs ganz und gar in den Mittelpunkt stellen: ein Lesezeichen, ein Taschenbaumler und als kleines Geburtstagsgeschenk ein Täschchen nach dem Farbenmix-Schnitt Karo. Alle drei machen sich jetzt auf den Weg zum Creadienstag, wo ich heute nach dem perfekten Taschenschnitt für meinen restlichen Flora-Fox-Stoff Ausschau halten werde. Ich bin gespannt, ob er mir über den Weg läuft, der Schnitt, der das Zeug zur Lieblingstasche hat.

Falls du auch auf den Fuchs gekommen bist und ein paar schöne Inspirationen suchst, empfehle ich dir eine Klicktour durch die Fuchs-Linksammlung hier auf greenfietsen. Mehr als 200 tolle Handmade-Sachen wurden bereits verlinkt: Shirts aus Fuchsstoff, Kleider und Kostüme, Mützen, Geldbeutel, Taschen mit appliziertem Fuchsmotiv, Kissen, Krabbeldecken, Fuchs-Kuscheltiere und vieles mehr. Am Ende winkt allen, die an der Linkparty teilgenommen haben, eine Verlosung. Einfach etwas Fuchsiges kreieren, darüber posten, zur Linkparty schicken und schon bist du im Lostopf!

Psst, in Sachen Fuchs habe ich demnächst noch eine große Überraschung für euch! Ich bin schon sehr gespannt auf eure Reaktion! *zwinker* ... Aber ein bisschen Zeit brauche ich noch.

Dienstag, 16. September 2014

10 Tipps für einen erfolgreichen Besuch auf dem Stoffmarkt

Taschen voll, Geldbeutel leer! - Keine Frage, der Stoffmarkt ist eine große Herausforderung für uns Sewaholics. Schneller als wir "Ich reiß mich heute zusammen!" sagen können, geraten wir beim Anblick dieses kleinen Selbermacher-Paradieses in einen Kaufrausch, sehen nur noch bunte Jerseys, niedliche Füchse, Elefanten und zuckersüße Webbänder, die in Echt viel toller aussehen als auf den kleinen Bildern im Onlineshop. Dazu die zahlreiche weibliche "Konkurrenz", die sich schon in zweiter Reihe vor den Tischen die Beine in den Bauch steht. Nichts kann uns jetzt mehr aufhalten! Noch ein Schluck aus der Wasserflasche und ab ins Getümmel - auf Schatzsuche und Schnäppchenjagd!
Zuhause nachdenkliche Fragen beim Blick auf die Beute. Okay, es war ein schöner Tag mit der Freundin und ein tolles Erlebnis, aber habe ich jetzt wirklich so viel gespart? Wäre es nicht doch günstiger gewesen, im Internet zu bestellen? Und was in aller Welt hat mich geritten, 1 Meter Eulenstoff zu kaufen? Sind die nicht schon längst in Rente gegangen? *zwinker* 

Du kannst auf dem Stoffmarkt Schnäppchen machen, auch wenn du Wert auf Qualität legst und gerne Designerstoffe kaufst. Das habe ich in diesem Post anhand meines Einkaufs gezeigt. Heute verrate ich dir, wie das funktioniert, worauf ich beim Shoppen achte und was sich für mich bewährt hat. Ich zeige dir, wie du deinen Haben-Wollen-Reflex beherrschst, typische Preisfallen umschiffst, Ehekrisen vermeidest und ganz entspannt mit schönen Einkäufen nach Hause gehst. Hier meine 10 Tipps für einen erfolgreichen Stoffmarkt-Besuch:



Bevor du auf den Stoffmarkt gehst, schreib eine Einkaufsliste! Informiere dich im Internet über die handelsüblichen Preise der Stoffe und Nähmaterialien, die dich interessieren, und setz dir ein Budget! Je planvoller du vorgehst und je besser du über Preise Bescheid weißt, um so größer ist die Chance, dass du ein Schnäppchen erkennst, wenn es dich anlacht. Damit der Spaß nicht auf der Strecke bleibt: Kalkuliere in deinem Budget auch einen Betrag für einen spontanen Lustkauf ein!



Ich gehöre zu den Menschen, die es normalerweise sehr bequem finden, mit der EC-Karte zu bezahlen. Auf dem Stoffmarkt ist sie allerdings tabu! Es gibt zwar Verkäufer, die Kartenzahlung akzeptieren, dennoch rate ich dringend davon ab. Man verliert einfach zu schnell den Überblick über seine Finanzen. Deshalb empfehle ich auch: Lass dir Quittungen ausstellen, selbst wenn du nur privat für dich selbst kauft! Die Verkäufer sind darauf eingestellt und haben meist einen Quittungsblock und Visitenkarten greifbar unter ihrem Tisch. Die Vorteile: Du weißt auch später noch, wie viel du für einen Stoff bezahlt hast und kennst den Namen des Verkäufers bzw. Shops. So findest du ihn bei deinem nächsten Stoffmarkt-Besuch leichter wieder. Dank der Quittungen hast du auch die Chance, schadhafte Ware zu reklamieren oder online nachzubestellen. Viele Stoffmarkthändlerinnen und -händler sind auch im Internet mit einem Shop präsent.



Kauf nicht gleich am ersten Stand, sondern schlendere erst einmal ganz entspannt über den kompletten Stoffmarkt, um dir einen Überblick zu verschaffen! Du wirst sehen, dass dieser eine, ganz bestimmte Stoff, den du auf deiner Einkaufsliste stehen hast, an vielen Ständen verkauft wird. Die Preisspanne variiert manchmal deutlich, und vielleicht entdeckst du eine Sonderaktion. So konnte ich zum Beispiel bei meinem letzten Stoffmarkt-Besuch den Surprise-Stoff für 10 Euro pro Meter kaufen, während er an anderen Ständen 12-13 Euro kostete.



Dass die teuren Produkte im Supermarktregal immer in Augenhöhe platziert sind und Obst durch spezielle Beleuchtung appetitlicher als bei Tageslicht wirkt, wissen wir, fallen aber wahrscheinlich trotzdem immer noch regelmäßig auf diese Tricks herein. Wir werden - bewusst oder unbewusst - manipuliert. Und das passiert auch auf dem Stoffmarkt! Es geht damit los, dass der Stoffmarkt wie ein Flohmarkt wirkt und das Image hat, günstig zu sein. Die Ware liegt auf Grabbeltischen, über denen große Schilder, die uns Sonder- und Rabattaktionen versprechen, hängen. "Nimm 5, zahl 4!", "Reste!", "Nur noch soundsoviel Euro!" - Das sind die magischen Slogans, auf die wir sofort anspringen. Neben den üblichen Stoffballen werden uns Hunderte Fat Quarters (gefaltete 50 x 55 cm-Stoffe) und bergeweise kleine Jersey-Rollen angeboten, die wie günstige Restposten bequem und sehr handlich zum Mitnehmen bereitliegen. Mit einem Happs sind sie im Mund... äh, im Einkaufskorb!

Wühltische wecken immer den Indiana Jones in uns und aktivieren unser Schatzsucher-Gen. "Jäger-und-Sammler-Trieb" könnte man auch dazu sagen. Wir wühlen Schulter an Schulter mit der "Konkurrenz" in diesen Fat Quarters für 4,50 Euro und suchen diesen einen, besonderen Schatz, den noch niemand vor uns entdeckt hat. Haben wir dieses Stoffschätzchen gefunden, springt in Nullkommanix das Glückszentrum in unserem Hirn an, während das logische Denken eben mal Pause macht und sich einen Kaffee holen geht. Denn wenn du nachrechnest, wirst du zu dem Ergebnis kommen, dass Fat Quarters oft gar nicht billig, sondern genauso teuer oder sogar teurer sind, als würdest du dir die identische Stoffmenge vom Ballen abschneiden lassen. Und was fängt man mit so einem Mini-Stoffstück an? Fat Quarters sind wie die kleine Praline für den Schokosüchtigen, der auf seine Linie achtet. Man möchte sich etwas gönnen, aber nicht gleich eine ganze Tafel Schokolade futtern. Dabei hat es die unschuldige, kleine Praline manchmal genauso faustdick hinter den Ohren wie das teure Stückchen Stoff. ... Nein! Lieber einen halben Meter vom Ballen nehmen oder 20 cm in einem Shop, in dem auch unter 50 cm abgeschnitten wird.



Viele Stände bieten neben Stoffen auch Webbänder an - von der Rolle oder aber vorgeschnitten und gebündelt zu 1 oder 2 Metern. Die Preise, bezogen auf einen Meter, sind oft 50-80 Cent teurer als in Onlineshops, weshalb ich Webbänder nur in Ausnahmefällen auf dem Stoffmarkt kaufe. Meine Ausnahmen sind: 1. Ich bin schockverliebt und habe dieses Webband noch nirgendwo anders gesehen. 2. Ich benötige nur eine kleine Menge und möchte die Versandkosten einer Onlinebestellung sparen. Auch Reißverschlüsse, Qualitätsgarn, Zackenlitze, Pompomband und andere Kurzwaren sind meiner Beobachtung nach recht teuer auf dem Stoffmarkt. Deshalb greife ich auch hier nur ganz gezielt und in Ausnahmefällen zu.



Wer billig kauft, kauft zweimal! An diesem Spruch ist halt manchmal doch was dran. Man kann Glück haben, man kann mit den holländischen Stoffschnäppchen für 6 Euro pro Meter aber auch mächtig eingehen. Webfehler, Fehler im Druck, Farbverlust nach dem Waschen - Unangenehme Überraschungen, die ich leider schon erleben musste. Schau dir deshalb die Stoffe gut an und investiere im Zweifelsfall lieber ein paar Euro mehr in gute Qualität! Es ist einfach zu schade um die ganze Arbeit und das Herzblut, wenn die selbst genähte Babykleidung nach drei Waschgängen schon reif für die Tonne ist. Für Designer-Baumwollstoffe zahlst du auf dem Stoffmarkt ähnliche Preise wie in Onlineshops: 12-15 Euro pro Meter.



Da wo viel los ist, gibt's auch oft tolle Sachen! Schau dir an, wohin die Massen strömen, damit du keine günstige Gelegenheit verpasst! Immer mal wieder gibt es Ausverkäufe toller Qualitätsware und "echte" Sonderaktionen. Der Stoffmarkt ist auch ein Ort der Kommunikation, an dem man wunderbar ins Gespräch kommen kann. Schließlich treffen selten so viele nähverrückte Frauen auf einem Haufen zusammen. Ich höre gerne zu, wenn andere Stoffmarkt-Besucherinnen von ihren Nähplänen erzählen und beobachte interessiert aus dem Augenwinkel, welche Stoffe sie sich aussuchen. Auch mag ich es, mir all die selbst genähten Taschen anzuschauen. Viele Schnitte kennt man ja, und wo nicht, kann man einfach mal nachfragen. 



Während es in vielen Ländern zum guten Ton gehört, mit der Verkäuferin oder dem Verkäufer zu handeln, wird das bei uns eher selten praktiziert. Wir haben wenig Übung darin und trauen uns deshalb oft nicht. Aber ich finde, gerade auf Stoffmärkten können wir das ruhig mal probieren. Du willst einen Meter Stoff kaufen und siehst, dass noch ein kleiner Rest auf dem Ballen bleibt? Mach dem Verkäufer ein Angebot! Auch auf einen Mengenrabatt lassen sich manche Händler ein.



Offiziell beginnt der Stoffmarkt um 11 Uhr. Wenn ich allerdings um viertel vor elf am Frankfurter Osthafen eintreffe, sieht es so aus, als sei der Markt schon seit Stunden in vollem Gange. Hunderte Frauen drängen sich schon an den Tischen; die ersten verlassen bereits mit großen Tüten das Gelände. Ich weiß nicht genau, wann der inoffizielle Beginn ist, aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele Verkäufer schon um zehn Uhr oder noch früher die ersten Stoffe abschneiden. Wenn du dem Gedränge entgehen möchtest, empfehle ich dir die Mittagszeit etwa zwischen 12:30 und 14 Uhr. Da scheint mir am wenigsten los zu sein. Wie gut der Stoffmarkt besucht ist, hängt natürlich auch sehr stark vom Wetter ab.



Ich habe meinen Mann noch nie zum Stoffmarkt mitgenommen und frage mich, warum andere Frauen das tun. Tütenbepackt und nörgelnd stehen die Herren im Weg herum oder sitzen zum Abholen bereit auf Bürgersteigen, Mauern und großen Steinen  -  den leeren Blick abwechselnd auf eine Currywurst und die Armbanduhr gerichtet. Ein trauriges Småland! Ja, stimmt schon, manchmal sehe ich auch junge Männer, zwischen 20 und 25, die sich augenscheinlich für's Nähen und Stoffe interessieren, aber in Wahrheit, denke ich, interessieren sie sich vor allem für ihre weibliche Begleitung, mit der sie sich so angeregt unterhalten und deren Herz sie gerne gewinnen möchten. Ich wage zu behaupten: Die meisten Männer verstehen diesen "Zirkus", den wir da veranstalten, nicht. Sie sind deshalb als Shoppingbegleitung ungeeignet. Mehr Spaß hast du mit deinen Freundinnen, deiner Schwester, Tochter, Mutter, Tante, Schwägerin, Arbeitskollegin, kurz: mit anderen nähbegeisterten Frauen! *zwinker* Dass die Anwesenheit von Männern auf dem Stoffmarkt sogar gefährlich sein kann, hat Steffi von Tophill*Kitchen*Tour in diesem Post am Beispiel von Klaus-Dieter eindrücklich gezeigt. *lach*


Was macht einen erfolgreichen Stoffmarkt-Besuch aus? 

Ich finde, der Stoffmarkt ist ein Event, das sich immer zu besuchen lohnt. Du kannst unzählige Stoffe begutachten und vergleichen, ein Riesensortiment an Nähzubehör durchstöbern, Neues entdecken, dich spontan in schöne Stoffe verlieben und mit anderen Nähbegeisterten ins Gespräch kommen. All das mag ich sehr. Unser Hobby ist ein teures. Händlerinnen und Händler müssen Standgebühren bezahlen und wollen auch von etwas leben, das weiß ich. Aber ein paar kleine Schnäppchen und das Gefühl, nicht sehr viel mehr als beim Onlineshopping bezahlt zu haben, gehören für mich zu einem erfolgreichen Stoffmarkt-Besuch dazu. Wie das funktionieren kann, habe ich dir vielleicht in meinen 10 Tipps zeigen können.


Viel Spaß bei deinem Besuch auf dem Stoffmarkt!

Sonntag, 14. September 2014

Daily News: Die Gewinner des Geekly-TV-Stoffs sind ...

Zwei Frauen! So viel kann ich schon mal verraten. Vorweg aber erst mal ein Wort zu den Formalitäten: Da der Hubschrauberpilot meines Herzens heute leider ausgeflogen ist, habe ich mir einen anderen Partner für die Verlosung des Geekly-TV-Stoffs angelacht. Ihr kennt ihn alle; er ist ein Profi! Ein wenig unterkühlt und nüchtern, aber sehr geschätzt für seine Seriosität und Unbestechlichkeit: der gute Mr. Random! 54 gültige Einsendungen mit Kontaktmöglichkeit habe ich in seine digitale Lostrommel geworfen. Mr. Random hat die Loszahlen ein paar Sekunden geschüttelt und schließlich zwei Gewinnerinnen ausgespuckt.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, LuLu und Jana! Na, wenn da mal nicht demnächst zwei hübsche, rosa Fernsehknochen entstehen werden! Woran man auch sieht, dass es sich immer lohnt, bei einer Verlosung mitzumachen, denn Frau ambaZamba hat hier nicht zum ersten Mal abgeräumt. *lach* Ich freu mich sehr für euch beide und bin gleichzeitig ein bisschen traurig, dass alle anderen nicht gewonnen haben. Ihr hattet durch die Bank weg sehr überzeugende Gründe dafür, warum ihr den Stoff unbedingt braucht und ich hätte ihn jedem von Herzen gegönnt. ♥ Aber die nächste Verlosung ist hier schon in Planung. Das muntert doch ein bisschen auf, oder?

Habt noch einen schönen Sonntag, ihr Lieben!




Mittwoch, 10. September 2014

Blitz-Verlosung !!! Retro-Stoff für TV-Junkies, die Rosa lieben

"Ich hab doch kein Geburtstag!", sagte die fast 3-jährige Tochter unserer Freunde stirnrunzelnd und schulterzuckend, als ich ihr vor kurzem ganz außer der Reihe ein kleines Geschenk machen wollte: ein rosafarbenes Tetraeder-Täschchen mit einem kleinen Dalmatiner drin, eingewickelt in buntes Geschenkpapier mit einer Schleife. Wie jetzt, ein Kind, das ein Geschenk nicht annehmen will? Gibt's das auch? Ich war verwirrt.

"Sie kennt das so nicht. Geschenke gibt's bei uns nur an Geburtstagen, Ostern oder Weihnachten", erklärte mir ihre Mama lachend. ... Zum Glück haben die Kleine und ich aber doch noch einen Weg gefunden, mit diesem seltsamen Überraschungsgeschenk umzugehen. Wir haben einfach Geburtstag gespielt und uns abwechselnd gegenseitig das Täschchen und den Hund geschenkt und dabei lauthals Geburtstagslieder gesunden und "Hoch, Hoch, Hoch!" gerufen. Die anderen Gäste des mexikanischen Restaurants hatten bestimmt ihren Spaß mit uns. Wir hatten ihn auf jeden Fall! *lach* Und am Ende wanderten Hund und Täschchen doch in Mamas große Handtasche.

Warum ich euch das erzähle?... Na, ich hoffe, ihr geniert euch jetzt nicht genauso wie die süße Maus, wenn ich euch ganz außer der Reihe mal ein Geschenk machen möchte. Ich hatte nicht Geburtstag, auch mein Blogstart jährt sich nicht, ich habe einfach nur unverhofft ein tolles Stoffmarkt-Schnäppchen gemacht und möchte euch gerne an meinem Glück teilhaben lassen.

Deshalb verlose ich 2 Stücke vom rosafarbenen Retro-Stöffchen "Geekly Chic TV", jeweils in der Größe 50 x 90 cm. Schreib unten im Kommentar, warum du unbedingt so viele Fernseher brauchst, hinterlasse mir eine Kontaktmöglichkeit und du hüpfst in den Lostopf! Der Deckel schließt am Samstagabend, 13.09.14 bei Beginn der Tagesschau. Die Regeln kennt ihr: Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Namen der Gewinner werden auf dem Blog genannt. Und dass es hier keine echten TV-Geräte zu gewinnen gibt, sondern zwei Baumwollstoffe, wisst ihr auch, gell!? *zwinker*

So, und jetzt keine falsche Bescheidenheit! ... 

Dienstag, 9. September 2014

Kann man auf dem Stoffmarkt Schnäppchen machen?

Einmal im Jahr schnappe ich mir meinen Trolley, kaufe eine Zugfahrkarte nach Frankfurt und fahre zum Stoffmarkt. Das muss einfach sein! Ich liebe die Atmosphäre auf dem Markt, mag es, mich unter all die Nähsüchtigen, Stoffestreichlerinnen und Kreativtanten zu mischen, um nach schönen Stoffen und günstigen Schnäppchen zu suchen. 
Der Stoffmarkt Holland tourt von Frühling bis Herbst durch Deutschland und macht meist im September auch am Frankfurter Osthafen Station. Von morgens bis zum frühen Abend gibt es dann an mehr als 100 Verkaufständen alles, was das Nähherz begehrt: Stoffe, Bänder, Knöpfe, Reißverschlüsse, Garn, Bügelbilder und vieles mehr. Das Angebot ist riesig und unüberschaubar.
Über den Wühltischen hängen Plakate, die supergünstige Angebote versprechen und mit Sonder- und Rabattaktionen werben. Alles auf diesem Basar scheint zu rufen: "Komm her! Greif zu! Nirgendwo kannst du so günstig einkaufen und deinem schönen Hobby frönen wie hier!" Aber stimmt das wirklich? Kann man auf dem Stoffmarkt Holland wirklich Schnäppchen machen, wenn man Wert auf Qualität legt und Designerstoffe kaufen möchte? Ich habe meinen Einkauf von Sonntag einmal genau unter die Lupe genommen.


Schon länger damit geliebäugelt, habe ich mir den Jersey Love Keys in Türkis gegönnt und für einen Meter 18,50 Euro bezahlt - ein Preis, der absolut okay ist und sich, verglichen mit Online-Shops, im Mittelfeld bewegt. Meine schönste Entdeckung: "Fizz" von prestigious textiles, ein Canvas mit großen Punkten in wunderschönem Lime. Für einen halben Meter dieses englischen Stoffschätzchens habe ich gerne 7,50 Euro ausgegeben. Ab 18 Euro pro Meter aufwärts wird der Stoff in England gehandelt. In Deutschland scheint er online gar nicht erhältlich zu sein. Eine Rarität also! Das Standard-Allesnähergarn von Gütermann in meiner Lieblingsfarbe 334 (Lime) hat am holländischen Kurzwaren-Stand 3,90 Euro gekostet und damit 10 Cent mehr als im teuren Nählädchen um die Ecke. Kein Schnäppchen!


Wie viele andere bin auch ich mächtig verliebt in die Surprise-Surprise-Serie von Jolijou. Acht Halbmeter-Stoffe hatte ich mir bereits vor drei Wochen bei Beate von Regenbogen-Design bestellt und während einer Rabattaktion ca. 11,80 Euro pro Meter dafür bezahlt. Ein Spitzenpreis! Gängig sind  12,90/13,90 Euro. Deshalb war ich nicht erstaunt, dass der Preis auf dem Stoffmarkt bei 13 Euro pro Meter lag. Spontan verliebt in die gelb-orangefarbenen Blumen, die in meiner Surprise-Surprise-Sammlung noch fehlten, habe ich einen halben Meter für 6,50 Euro gekauft. Hätte ich mal gewusst, dass es doch günstiger geht. Am Stand von Tanjas Kreativ-Workshop entdeckte ich die Surprise-Stoffe nämlich für den Aktionspreis von 10 Euro pro Meter! Da musste ich natürlich zuschlagen. 3 Meter vom türkisen Vogel-Stoff habe ich mir abschneiden lassen, um irgendwann einmal eine Bluse und ein paar andere Kleinigkeiten daraus zu nähen. 30 Euro, ein Super-Schnäppchen! Aber noch nicht das beste des Tages!


Wenn über einem Stand das Schild "Ausverkauf" schaukelt, lohnt es sich unbedingt, genauer hinzuschauen. Sofort sprang mir der Retro-Stoff Geekly Chic TV in Pink ins Auge, den ich in Aqua noch vor kurzem bei Claudi bewundert habe. Nur unglaubliche 6 Euro wollte der Verkäufer für einen ganzen Meter haben! Gängig sind 14-15 Euro für dieses Riley-Blake-Schätzchen, das in Deutschland kaum noch erhältlich ist. "Wie wär's mit 1,80 Meter?, fragte mich der Stoffpirat, der keinen Rest auf seinem Stoffballen behalten wollte. "Was soll ich mit so vielen Fernsehern?", entgegnete ich ihm lachend. "Ein Meter achtzig für zehn Euro!", sagte er und schaute mich spitzbübisch an. Gebongt! Super-Schnäppchen! Wie hätte ich da Nein sagen können!?... Bleibt natürlich immer noch die Frage: Was um Himmelswillen mache ich mit so vielen Fernsehern? *lach* Am gleichen Stand habe ich mir noch einen anderen, feinen Stoff ausgesucht: "Writer's Block" von Windham Fabrics. Ebenfalls für 6 Euro pro Meter anstatt für 14 bis 17,50 Euro.


Auf der Suche nach einem schönen, honiggelben Stoff für meinen 365-Tage-Quilt blieb ich beinahe erfolglos, bis ich doch noch an einem meiner Lieblingsstände fündig wurde: bei kiseki, die Stoffe aus Japan und Korea verkauft. Zwei Pakete mit zarten Stoffen von Dailylike Fabric in der Größe 113 x 92 cm habe ich mir ausgesucht und jeweils 10 Euro dafür bezahlt. Ob das ein gutes Geschäft war, lässt sich schwer sagen, weil mir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Es gibt nicht viele deutsche Läden, die japanische Stoffe führen. Ich vermute, es war ein guter Durchschnittspreis.


Ein Besuch auf dem Stoffmarkt Holland ist nicht nur ein tolles Erlebnis, weil man hunderte, vielleicht sogar tausende Stoffe auf einem Haufen live und in Farbe anschauen, anfassen und direkt vergleichen kann, es lohnt sich auch finanziell. Viele holländische Händler bieten Baumwollstoffe für 6 Euro den Meter und Jerseys für 4 Euro pro halben Meter an. Die Qualität muss hier von Fall zu Fall beurteilt werden. Für mich sind diese holländischen Stoffe immer Überraschungseier, die erst nach dem Waschen zeigen, ob sie nicht nur günstig, sondern auch gut sind. Ich  vertraue deshalb meist lieber auf Designerstoffe, deren Qualität ich kenne. Dass auch hierbei Schnäppchen gemacht werden können, hat mein Einkauf gezeigt. 110,40 Euro habe ich ausgegeben. Mindestens 36 Euro habe ich dabei gespart und meine Zugfahrkarte von 15,20 Euro auf jeden Fall herausbekommen. Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Preise auf dem Stoffmarkt kaum von denen der Online-Shops. Der Vorteil beim Kauf auf dem Stoffmarkt ist, dass man Versandkosten spart. ... Mein Fazit: Nächstes Jahr bin ich wieder dabei. *zwinker*

Dienstag, 2. September 2014

Instagram-Rückblick | Mein August

Mein August war voller Höhepunkte. Neben unserem Sommerurlaub an Strand und Meer war das Treffen mit meinen lieben Bloggerfreundinnen Sabine, Ina, Gesine und den Elfenkindern ein wunderbares Highlight.


Ein Fußfoto muss natürlich immer sein, wenn man einen tollen Tag zusammen verbracht hat und die altehrwürdige Bloggertradition pflegen möchte: vier Bloggerinnen, drei Elfenkinder, ein Mr. Greenfietsen und noch ein kleines Füßchen hat sich mit auf's Bild gemogelt. Seht ihr es? 


Welch eine Ehre! Das Blogger-Poesiealbum der fahrradfrau Christiane machte bei mir Station und wurde von der Insta-Gemeinde zunächst für ein magisches Zauberbuch gehalten. Statt Liebestrank-Rezept, Zeitumkehrer-Zauber und ein Heilmittel gegen Hühneraugen enthielt es kreative Collagen vieler toller Bloggerinnen.


Gelacht über ein kleines Späßchen mit Steffi, der ich an ihrem Bad Hair Day die passende Antwort schickte. Geärgert über einen Nähpatzer. Riesig gefreut über meinen Gewinn bei Christine.


Nach fast einem Jahr bekommt das Kind einen Namen: Fietsi Fuchs! Die Namenstaufe wurde mit einigen verrückten Hühnern gebührend gefeiert. Erkenntnis des Online-Partyabends: Nach 300 Kommentaren kommt der Blog an seine Grenzen. *lach*


Taufrisch war ich am Morgen nach dem Wyclef-Jean-Konzert nicht gerade, aber um eine Erinnerung reicher. Danke an meine Lieben für den schönen Abend! ♥ Nachschub an Endlos-Reißverschluss traf ein und wurde gleich angeschnitten.


Ein ganzer Schwung Tetraeder-Täschchen entstand an einem langen Nähnachmittag und wurde größtenteils verschenkt. Ein Elefanten-Utensilo und ein paar andere neue Produkte wanderten in den Shop. Nun freue ich mich auf den September und bin gespannt, was er an Erlebnissen, Erfahrungen, Gedanken und Bildern bringt. Wir lesen uns!

Bis bald!
Eure Katharina